Tiere in Neuseeland





Die Tierwelt Neuseelands ...

NeuseelandArtenreichtum besonderer Art. Eine unberührte Natur, ein unvergleichbarer Facettenreichtum und alte Ursprünge machen Neuseeland heute zu einem der Sehnsuchtsziele dieser Welt.

Früh hat sich das Land mit seinen unzähligen Besonderheiten zu einem Kleinod entwickeln können, das Natur- und Aktivliebhaber gleichermaßen anzieht. In Neuseeland haben sich über Jahre hinweg zahlreiche Tierarten angesiedelt. Sie haben die Besonderheiten der Natur lieben gelernt und bevorzugen noch heute die ursprünglichen Ecken des Landes. Doch der Artenreichtum, der heute die Tierwelt Neuseelands prägt, war nicht immer vorhanden.

Als die ersten polynesischen Siedler das Land erreichten, fanden sie in diesem kaum Säugetiere. Zu dieser Zeit waren lediglich zwei Fledermausarten bekannt. Doch obwohl es Neuseeland an Säugetieren mangelte, strahlte die Tierwelt auch zu den Zeiten der ersten Besiedlung eine unverwechselbare Vielfalt aus. Die Inseln waren reich an Vögeln unterschiedlichster Art. Noch heute prägen sie das Bild Neuseelands und haben sich in weiten Teilen auch zu einer Art Synonym entwickeln können. Ohne Zweifel ist das Land ein Paradies für Tierliebhaber. Dabei begeistern nicht nur die Singvögel auf Stewart Island. Auch die majestätischen Spam-Wale und die außergewöhnlich zutraulichen Dusky-Delfine schaffen es, die Menschen in den Bann zu ziehen.

Einer der bekanntesten Vertreter von Neuseelands Tierwelt ist der Kiwi. Er hat sich zum National- und Wappentier des Landes entwickelt. Das überaus scheue Tier war einst der Namensgeber der Kiwi-Früchte. Doch auch die Neuseeländer selbst bezeichnen sich heute gern als Kiwis und begegnen diesem Namen mit einem Augenzwinkern. Der Kiwi ähnelt in seinem Aussehen einem Huhn und wirkt aufgrund seiner Statur recht plump. Allerdings hat er sich als liebenswerter Zeitgenosse einen Namen machen können. Der Kiwi ist nachtaktiv und geht in der Dunkelheit auf Insektenjagd. Bei der Nahrungssuche stochert er mit seinem langen Schnabel in der Erde.

Obwohl der Kiwi das Nationaltier Neuseelands ist, zeigt er sich in der freien Wildbahn nur selten. Er ist überaus scheu und so erfordert es ein hohes Maß an Geduld, um das Tier aufzuspüren. Die besten Chancen hat man auf Stewart Island. An der Südspitze der Insel leben rund 20.000 Tiere der Gattung Brown Kiwi. In Neuseeland gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das Nationaltier in einem Käfig oder einem Gehege zu Gesicht zu bekommen. Eine der bekanntesten Adressen ist der Kiwi & Birdlife Park in Queenstown. Aber auch im Southern Encounter Aquarium & Kiwi House in Christchurch bekommt man die putzigen Kiwis zu Gesicht.

Der Kiwi steht bereits seit 1953 unter Naturschutz. Lange Zeit wurde er ungehindert durch Hunde, Katzen und Wiesel bedroht. In den letzten Jahren konnte er sich in den Naturschutzgebieten wieder ausbreiten.

Der Kea - ein unangenehmer Zeitgenosse

Bekannt ist Neuseelands Tierwelt aber auch für den Kea. Mit ihm zeigt sich ein frecher und doch recht unangenehmer Zeitgenosse. Am häufigsten trifft man den Bergpapagei auf der Südinsel. Der Kea ist vor allem für seine Zutraulichkeit bekannt. So hat er keine Scheu vor Menschen und liebt es den Besuchern Essen zu stibitzen. Sehr beliebt sind bei dem Kea auch Gummis an Windschutzscheiben und Antennen. Der Kea hat in den letzten Jahren stark an Hartnäckigkeit gewonnen. Dafür sind vor allem Touristen verantwortlich, die den Bergpapagei aufgrund seiner Zutraulichkeit mit Leckereien belohnen. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass das Füttern des Keas verboten ist.

In den Wäldern Neuseelands trifft man heute auf zahlreiche Honigfresser-Arten. Die Bekanntesten sind Bellbird und Stitchbird. Während eines Spaziergangs lassen sie sich hervorragend beobachten. Die beiden Arten ernähren sich überwiegend von Nektar. Aber auch Früchte und Insekten gehören zu ihren bevorzugten Nahrungsmitteln. Einer der wohl bekanntesten Singvögel des Landes ist der schwarz gefiederte Tui. Er fungierte einst als Namensgeber einer bekannten neuseeländischen Biersorte. Wie der Stitchbird gehört auch der Tui zur Gattung der Honigfresser.



Neuseelands Seevögel - unterwegs an der Küste

Entlang der neuseeländischen Küste trifft man immer wieder auf außergewöhnliche Seevögel, die mit ihren Verhaltensweisen zum Beobachten einladen. Der wohl imposanteste Vertreter dieser Art ist der Königsalbatros. Er erreicht eine beeindruckende Flügelspannweite von bis zu 3,50 Metern. Am besten kann der Königsalbatros an der Küste von Dunedin beobachtet werden. Die weltweit einzige Königsalbatros Kolonie, die sich auf dem Festland befindet, trifft man am Taiaroa Head. Nur durch das Royal Albatros Center kann die Kolonie erreicht werden. Neben Kormoranen haben sich auch verschiedene Möwenarten und Sturmtaucher an der Küste Neuseelands niedergelassen. Auch Seeschwalben und verschiedene Sturmvögel lassen sich vielerorts in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Ein echter Exot der neuseeländischen Tierwelt ist der Gelbaugen-Pinguin. Er kommt nur in Neuseeland vor und lässt sich am besten von einem Aussichtshäuschen in den Catlins beobachten. Die Aussichtsmöglichkeit befindet sich am Nugget Point. Der Gelbaugen-Pinguin kehrt täglich gegen 16 Uhr aus dem Wasser zurück. Ein sehr kleiner, jedoch auch beeindruckender Vertreter der Tierwelt auf Neuseeland ist die Pilzmückenlarve. Sie ist auch als Glow-Worm bekannt und findet sich überwiegend an den Decken von feuchten und dunklen Höhlen. Die Pilzmückenlarve lockt ihre Nahrung mit klebrigen Fäden an. Durch gleißende Lichtpunkte werden die Insekten geködert. Durch die zahlreichen Lichter ähneln die Höhlen einem Sternenhimmel. Die Pilzmückenlarve lässt sich sehr gut in den Abbey Caves beobachten. Die Höhlen sind freizugänglich und finden sich im Northland in der Nähe von Whangarei.

Neuseelands Gewässer - Artenreichtum besonderer Art

Nicht nur an Land präsentiert sich Neuseelands Tierwelt mit einer grandiosen Artenvielfalt. Auch in den Flüssen und Seen des Landes leben zahlreiche Fische. Der Artenreichtum in den neuseeländischen Gewässern wird vor allem von den unzähligen Anglern geschätzt. Viele Seen und Flüsse beheimaten Tausende Forellen. Neben den Regebogen- und Bachforellen haben sich in den Gewässern auch die verschiedensten kleinen Fische wie Aale und Kahawai niedergelassen. Auch der Lachs zählt zu den bekannten Bewohnern von Neuseelands Gewässern.

Zu den weiteren Vertretern der neuseeländischen Tierwelt gehören Thunfische, Tiger- und Hammerhaie. Auch Marlins und Schwertfische sind in vielen Gewässern des Landes zu finden. Ein wahres Mekka für Freunde beeindruckender Meeressäuger ist die Südküste der Südinsel. Hier bieten sich die besten Voraussetzungen, um Wale zu beobachten. An ausgewählten Orten Neuseelands hat man auch die Möglichkeit, mit Delfinen zu schwimmen. Ein Paradies für Meeressäuger ist Kaikoura. An diesem Ort treffen Gäste Neuseelands auf majestätische Wale und frei zugängliche Seehundkolonien. Immer wieder zeigen sich an der neuseeländischen Küste Robben und verschiedene Seelöwen.





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